IHS hat als Beratungsunternehmen ihre Ergebnisse einer Erhebung veröffentlicht, welche den Datenträger DVD mit Streaming ins Verhältnis gesetzt hat. Die Erkenntnis lautet, dass Video-on-Demand Dienste den Verkauf der antiquierten Scheiben haben einbrechen lassen.

Die Studie kann beim englischen Unternehmen IHS nachgelesen werden. Es bleibt dennoch fraglich, ob ausschließlich das Aufkommen des Streamings den Erfolg der DVD gestoppt hat. Viele Nutzer werden auch auf das modernere Medium Blu-ray umgestiegen sein, welches jetzt gerade als UHD-Version ins Rollen kommt.

 

Einbruch der DVD-Verkäufe am Beispiel USA und Britannien

An Amerika ist der Rückgang der Verkäufe im DVD-Business besonders ausgeprägt. Bereits vor dem Aufkommen von Netflix war ein Rückgang um 1,2 Prozent je Jahr im Durchschnitt zu beobachten. Der Wandel ist dennoch bemerkenswert. Seit Netflix in 2010 auf unterschiedlichen Plattformen gestartet ist, stieg der durchschnittliche Rückgang auf 10,3 Prozent jährlich an.

Auch im Vereinigten Königreich, wo Netflix 2012 gestartet ist, hat sich der Rückgang der Ausgaben für DVDs verdoppelt. Zuvor waren es 6 Prozent, anschließend 12 Prozent. Der Anteil der Verkäufe ist seit 2012 um 32 Prozent abgefallen.

Für die Kunden lohnt sich dieses Geschäft. Kunden in den USA haben 20,9 Billionen (Milliarden) für DVDs in 2006 ausgegeben. Die Ausgaben für Streaming liegen bei 17,3 Billionen. Ein Rückgang war schon vor dem Streaming-Durchbruch zu erkennen. Die Blu-ray hätte die DVD-Verkäufe auf lange Sicht weit überflügelt. Streaming hat jedoch einen grundsätzlichen Wandel herbeigeführt.

In der Studie war es nicht zum Thema gemacht worden. Aber Video-on-Demand Angebote werden sich auch negativ auf den Verkauf der moderneren Datenträger auswirken.