Der Streaming-Dienst Netflix ändert seine Strategie. In Zukunft sollen weniger Inhalte eingekauft und mehr Serien und Filme selber produziert werden. Das Ziel ist eindeutig definiert: 50 Prozent der Inhalte sollen als „Netflix Original“ gelten und demzufolge auch nur beim Streaming-Dienst ausgestrahlt werden.

Warum wird dieser Weg eingeschlagen? In Zeiten, wo immer mehr Unternehmen auf Streaming setzen, nimmt auch die Konkurrenz für Netflix zu. Hier ist es wichtig sich abzuheben. Dies geht am besten, wenn Inhalte geboten werden, die sonst nirgends zu sehen sind – Netflix Originals halt.

 

Netflix Originals: Eine kleine Übersicht

Serien, die von Netflix produziert sind und auch nur dort ausgestrahlt werden sind beispielsweise:

  • Stranger Things
  • Daredevil
  • Orange Is The New Black

Abseits der Serienwelle hat Netflix aber auch erste Spielfilme exklusiv produziert. Adam Sandler konnte gleich für mehrere Projekte unter Vertrag genommen werden. Bereits erschienene Titel sind zum Beispiel:

  • The Do-Over
  • Ridiculous 6

Serien und Filme, die nur bei Netflix zu sehen sind, müssen aber nicht vom Streaming-Anbieter produziert worden sein. Sie können entsprechende Titel auch einkaufen. Wichtig ist dem Unternehmen, dass die Inhalte nur bei ihnen zu sehen sind. Dies ermöglicht beispielsweise das Fortführen einer Serie, auch wenn die Abrufzahlen hinter den Top-Titeln zurückstehen. Das Ziel ist es die Programmstruktur mit 50 Prozent dieser Original Inhalte zu füllen.

Bereits im Jahr 2015 erschienen 450 Stunden Netflix Eigenproduktionen . Der Anstieg zu 2016 wird 150 Stunden betragen und somit insgesamt 600 Stunden umfassen. Das Budget erhöht sich nochmals: Von 6 Milliarden US-Dollar 2016 auf 7 Milliarden US-Dollar zu 2017.

 

Netflix erklärt Preiserhöhung mit Werbefreiheit

Im Mai hatte Netflix die Kosten für das Grundabo um zwei US-Dollar auf 9,99 US-Dollar angehoben. Die Kündigungswelle ich größer als erwartet ausgefallen. Allerdings kehrten zwischen 33 und 50 Prozent der Kunden wieder zurück. Sprecher des Unternehmens ließen anklingen, dass Werbeunterbrechungen nicht geplant seien. Netflix macht sozusagen mit „ohne Werbung“ Werbung.

Im internationalen Geschäft möchte Netflix 80 Prozent der Inhalte aus Amerika und 20 Prozent aus lokalen Drehs bieten.