Netflix und Amazon versuchen mit Eigenproduktionen zu glänzen. In gewisser Hinsicht ist dies notwendig. Denn die anderen Titel, welche auf den Plattformen zu sehen sind, kamen bereits im Fernsehen oder werden dort zumindest in Kürze ausgestrahlt. Mit Filmstruck folgt nun ein Streaming-Dienst, welcher sich auf Indie-Titel und Arthouse konzentriert.

Bei Filmstruck sollen sich echte Cineasten heimisch fühlen. Es werden Filme geboten, die sonst nirgends zu sehen sind – so zumindest der Plan. Der Dienst ist eine Gemeinschaftsproduktion von Turner Broadcasting und Criterion Collection. Allerdings wird der Video-on-Demand Service vorerst nur in den Vereinigten Staaten starten.

 

Filmstruck: Spezialisiert auf Arthouse-Kino und Independent-Filme

Wie die Überschrift kundtut kommt Filmstruck mit Arthouse und Independent Produktionen daher. Aber was wollen uns diese Begriffe sagen?

  • Arthouse: Wird auch als Filmkunst bezeichnet. Hier laufen Titel abseits des Mainstreams. Entsprechende Kinos haben sich in Großstädten der USA durchgesetzt. Ein akademisches Publikum war hier die Zielgruppe. Filme aus Europa, aber auch „Experimente“ der Filmbranche haben ihren Weg in dieses Format gefunden.
  • Independent: In der Kurzform auch Indie genannt. Es handelt sich um Produktionen abseits der großen Namen. Wenn kein Walt Disney, Sony, 20th Century Fox, NBCUniversal, Time Warner oder Viacom im Vorspann aufgeführt ist, handelt es sich wahrscheinlich um einen Independent Film. Filmemacher, die sich nicht diesen Studios unterordnen wollten, haben so ihre Interessen durchgesetzt. Independent-Filme haben meist ein kleineres Budget. Dies ist jedoch kein Kriterium. Denn auch die Trilogie des „Herr der Ringe“ gehört in diese Kategorie.

Vor Monaten wurde bereits verkündet, dass das Programmangebot mehr als 1.100 Filme umfassen soll. Preislich werden 6,99 US-Dollar verlangt. In Kombination mit den Criterion Kanälen steigt der Preis auf 10,99 US-Dollar an. Die entsprechenden Titel waren zuvor bei Hulu zu sehen und finden mit Filmstruck jetzt ein neues Zuhause. Gerade in Amerika ist die Konkurrenz auf dem Streaming-Markt sehr groß. Deswegen wird es spannend sein, ob sich der neuer Streamer, ähnlich wie seinerzeit die Arthouse-Kinos, gegen die große Konkurrenz durchsetzen kann.