Gestern mussten Fans der Handball Weltmeisterschaft in Deutschland noch einmal tief durchatmen. Nicht zum ersten Mal wohlgemerkt. Denn zunächst schien sich keine Medienanstalt zu finden, welche die Spiele überträgt. Der Sponsor DKB ist eingesprungen und hat die Rechte bei BeIn Sports gesichert. Damit sollte die Übertragung gewährleistet sein. Falsch gedacht!

Denn die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Medienanstalten hatte in Wort mitzureden. Nach Einschätzung des Portals ist die Kreditbank nicht berechtigt, die Spiele der Handball WM zu übertragen. Und dennoch werden sie nun genau dort gesendet. Warum ist nachfolgend nachzulesen.

 

Einzelfallsituation ermöglicht Übertragung der Handball-WM

Zunächst folgende Frage: Warum sollte die Übertragung von der DKB untersagt werden? Weil es sich nicht um eine Rundfunkanstalt handelt. Das Schlagwort, mit welchem die Zulassung tatsächlich in letzter Sekunde hätte untersagt werden können ist „zulassungspflichtiger Rundfunk“. Die kurzfristig anberaumte Prüfung hatte nicht nur bei der DKB für Unruhe gesorgt. Auch im Inneren der Handball-Fans machte sich Sorge breit.

Fakt ist: Wenn Rundfunk übertragen werden soll, so muss auch eine Lizenz dafür vorliegen. Die Berliner Zeitung nahm dieses Thema als erstes auf. Die DKB hielt sich gestern den gesamten Tag über bedeckt. Immerhin sollte das Produkt Handball, wo die Kreditbank als Sponsor auftritt, geschützt werden. Im Hintergrund wurde aber fleißig an einer Lösung gearbeitet. Vor Beginn des Eröffnungsspiels steht es fest: Eine Übertragung ist gesichert.

Wie sieht die Lösung aus? Die Kommission für Zulassung und Aufsicht wird das Thema erneut aufgreifen. Allerdings ist die kommende Sitzung für den 31. Januar 2017 anberaumt. Zu diesem Zeitpunkt ist die WM in Frankreich längst beendet. Sollte sich schlussendlich herausstellen, dass die Übertragung nicht rechtmäßig war, folgt eine Beanstandung bei der DKB.

Handball-Fans können aufatmen. Die Entscheidung ob Recht und Unrecht fällt erst nach der WM. Bis Ende Januar wird die Übertragung geduldet. Die ZAK spricht von einer „außergewöhnlichen Einzelfallsituation“.