Im Fokus dieser Meldung steht das Pay-TV von Sky. Der Sender wehrt sich in letzter Zeit vermehrt gegen das illegale Streaming-Angebot aus dem Netz. Der erste Punktsieg konnte hierbei nun vor Gericht verbucht werden. Zwei Männer im Alter von 28 Jahren wurden verurteilt, weil gegen Urheberrechtsbestimmungen verstoßen wurde.

Dieses Urteil wurde vom Amtsgericht Tauberbischofsheim ausgesprochen. Gleich fünf Rechtsverletzungen in Bezug auf die Urheberschaft wurden festgestellt. Die Strafen belaufen sich auf Haft, ausgesetzt zur Bewährung und eine Geldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen.

 

Sky ermittelt auf eigene Faust

Sky Deutschland hat laut eigener Mitteilung selber Ermittlungen angestellt. Auf diesem Weg war es möglich, die Täter eindeutig zu identifizieren und anzuklagen. Informationen wurden an die Polizei weitergegeben. Der Fall nahm seinen Lauf und die Täter landeten vor Gericht. Der zügige Urteilsspruch ist Balsam auf die Seele des Pay-TV Konzerns. Gleichwohl wird die Strategie gegen illegales Streaming fortgeführt.

Von Sky werden die Schuldigen eindeutig als Cyberkriminelle beurteilt. Eine Urheberrechtsverletzung ist kein Kavaliersdelikt. Immerhin zahlt Sky allein für die Rechte am Fußball Millionenbeträge und möchte sich folglich vor der Fremdnutzung durch Dritte schützen.

Obwohl die Verurteilung gerade erst abgeschlossen wurde, liegt die Tat der beiden Beschuldigten bereits zwei Jahre zurück. Es wurde ein Portal betrieben, auf welchem die Inhalte von Sky entschlüsselt für jedermann zugänglich waren. Gleichwohl waren die eigenen Einnahmen mit den Inhalten von Sky das Ziel. Es wurde Werbung geschaltet. Über ein Premiumkonto wurde die Werbung entfernt.

Sky erklärt, dass solche Angebote regelmäßig auftreten, schlussendlich aber durch die Strafverfolgung auffliegen und gesperrt werden.

 

Strafmaß und Urteilsverkündung

Die Täter sind noch einigermaßen glimpflich davongekommen. Beide Männer im Alter von 28 Jahren haben unterschiedliche Strafen erhalten. Der Angeklagte aus Baden-Württemberg wurde zu einer Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Ein weiterer Mann aus Sachsen hat eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu entrichten.