Die Olympischen Spiele sind beendet. Deutschland konnte 17 Goldmedaillen, zehn Mal Silber und immer 15-fach Bronze für sich beanspruchen. Bei 78 teilnehmenden Ländern, wurde der fünfte Platz gemacht. Die Bundesrepublik reihte sich hinter den USA, Großbritannien, China und Russland, aber noch vor Japan, Frankreich, Südkorea und Italien ein.

Aber nicht nur für die Olympioniken war der Event ein Erfolg. Die Öffentlich-Rechtlichen, ARD und ZDF, haben mit der Übertragung fantastische Einschaltquoten erzielt. Über 54 Millionen Menschen haben zumindest einmal Olympia eingeschaltet. Im Durchschnitt waren 2,91 Millionen Zuschauer dabei, was einem Marktanteil von 22,5 Prozent entspricht. Kein Wunder also, dass ARD und ZDF auch zukünftig übertragen wollen.

 

Rechtestreit: ARD und ZDF wetteifern mit dem Discovery Channel

Die 31. Olympischen Spiele sind zu Ende. Über 300 Stunden haben die Öffentlich-Rechtlichen aus Brasilien berichtet. Derzeit schaut es jedoch so aus, als wäre es zunächst die letzte Übertagung der Spiele auf ARD und ZDF gewesen.

Finanziell sollen die Verhandlungspositionen zwischen den Öffentlich-Rechtlichen und dem Discovery Channel derzeit zu weit auseinanderliegen. Die Winterspiele 2018 sind hier der nächste Programmpunkt, für welche noch keine Sublizenzen vergeben wurden. Angeblich wurde ein Gebot in Höhe von 100 Millionen Euro für die Winterspiele 2018 und die Sommerspiele 2020 hinterlegt. Discovery möchte jedoch um 50% mehr – sprich 150 Millionen Euro.

Der aktuelle Lizenzhalter ist hier klar im Vorteil. Denn für ARD und ZDF steht die Planung der Programmpunkte im Fokus. Produktionen wollen im Vorfeld vorbereitet werden. Büroflächen und Studios sind frühzeitig zu buchen. Dies ist nur möglich, wenn eine zeitnahe Entscheidung fällt. Zwei Jahre zuvor Bescheid zu wissen, wird als das Minimum angesehen. Allerdings beginnen die nächsten Spiele schon in 18 Monaten.

ARD und ZDF sind auch deshalb nicht zu größeren Investitionen bereit, weil schon feststeht, dass auch Eurosport Inhalte von der nächsten olympischen Veranstaltung senden darf. Auf der anderen Seite muss der Discovery Channel auch Kosten wieder einspielen. Die Rechte für Olympia von 2018 bis 2024 haben sie sich 1,3 Milliarden Euro kosten lassen. Es besteht zudem kein Zwang einer Sublizenz, mit Eurosport und Co gibt es eigene Kanäle auf dem deutschen Markt.