Das Angebot an Filmen ist bei Netflix in den vergangenen Monaten eher zurückgegangen, als angestiegen. Kürzlich hat Ted Sarandos Einblicke gewährt, warum dies nicht sonderlich tragisch ist. Der Netflix-Gründer führte aus, dass ein Drittel der Kunden Filme schaue – ganz unabhängig davon, um was für Titel es sich handelt.

Dies lässt sich für den Dienst leicht verifizieren, da in verschiedenen Nationen ein unterschiedliches Angebot an Filmen zur Verfügung steht. In Amerika bietet aktuell nur Disney Filme auf Netflix an, während im Nachbarland Kanada mit fünf Filmstudios paktiert wird. Das Verhalten bei der Nutzung des Streaming-Dienstes ist dennoch sehr ähnlich.

 

Rechte mit Filmstudios werden nicht grundsätzlich verlängert

Der Erfolg von Netflix hat von Seiten der Filmstudios eigene Ansprüche mit sich gebracht. Einige hätten mehr Geld haben wollen, für die Titel. Andere haben eine Chance gesehen, sich anderweitig im Streaming-Markt zu platzieren. Fakt ist: Die Anzahl der Filme bei Netflix ist rückläufig.

Sarandos erklärt, warum nicht unnötig viel Geld für Lizenzen ausgegeben wird. Filme, an denen eine Person interessiert ist, wurden zumeist schon im Kino gesehen. Ein Seitenhieb an die Verwertungskette. Gleichwohl beginnt hier die Strategie von Netflix. Denn das Unternehmen setzt nicht nur bei Serien auf Eigenproduktionen. Überall auf der Welt wird gefilmt. Allerdings dauert es seine Zeit das Portfolio weiter anzufüllen.

Der Titel „Bright“ mit Will Smith in der Hauptrolle wird übrigens zeitgleich im Kino und beim Streaming-Dienst zu sehen sein.

 

Rückgang der Kinofilme auf Netflix

Im Vergleich mit dem Jahr 2012 hat sich die Anzahl der Top-Kinofilme auf Netflix um die Hälfte reduziert. Die Verwertungskette ist dem Gründer hier ein Dorn im Auge. Zunächst erscheinen die Titel im Kino, um anschließend auf Blu-ray und DVD gebannt zu werden. Ungefähr nach 90 Tagen werden die Filme schließlich für die Übertragung freigegeben.

Sarandos erklärte zwar, dass ein Drittel der Nutzer Filme anschaut, führte dies aber nicht weiter aus. Es darf daher gerätselt werden, ob wirklich nur ein Drittel der Kunden Filme schauen oder ob die Abonnenten ein Drittel ihrer Zeit mit dem Betrachten von Filmtiteln verbringen.