Nach eigenen Angaben hat Hisense einen Konkurrenten aus Amerika aufgekauft. Der Fernseh- und Elektronikkonzern aus China übernimmt das Geschäft von Sharp in Nord- und Südamerika. Dabei ist das Herstellungswerk in Mexiko inbegriffen, sowie die Vermögenswerte und Rechte an Namen der Marke Sharp.

Ein Bestandteil von Sharp ist in diesem Deal jedoch ausgenommen. Die Herstellung von professionellen Displays bleibt weiterhin fest in der Hand von Sharp Europa.

 

Hisense auf dem Weg zur flächendeckenden Konkurrenzfähigkeit?

Der Fernsehmarkt ist hart umkämpft. Samsung, Panasonic, LG und Sony haben sich einen Namen gemacht. Hisense Fernseher sind aktuell noch weniger bekannt. Durch den Aufkauf von Sharp, ebenfalls ein bekannter Markenname, kann der chinesische Hersteller weiter wachsen. Es besteht die Möglichkeit, dass insbesondere in die Geschäfte OLED und 4K im großen Stil eingestiegen werden soll.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus dem Aufkauf. Hisense sticht insbesondere durch seine günstigen Fernseher hervor. Sharp liefert den Markennamen. Die Kombination von Beidem könnte in einen Verkaufserfolg gipfeln.

Sharp selber war zwar in Amerika aktiv, ist aber ein japanischer Konzern. Im Sektor LED haben sie Pionierarbeit geleistet. Gegen die Konkurrenz aus Korea und China ist derzeit aber kein Ankommen. Jetzt haben sie sich, zumindest teilweise, dem als Radiohersteller gegründeten Hisense unterworfen.

 

Hisense möchte sich einen Namen machen!

Die Chinesen haben Großes vor und möchten daher in den Köpfen der Kunden Präsenz zeigen. Eine Kooperation mit Roku, eine Streaming-Anbieter, war ein erster Schritt, welcher 2014 durchgeführt wurde.

Weiterhin ist Hisense im Sponsoring aktiv. Bei der Formel 1 und im Tennis wird Werbung geschaltet. Zudem werben die Chinesen auch beim deutschen Fußballclub Schalke 04. Der Preis für die Übernahme des Sharp-Geschäftes liegt bei 23,7 Millionen US-Dollar. Dafür hat Hisense jetzt den Geschäftsbereich Fernsehen für Süd- und Nordamerika übernommen.