Im Pay-TV wurde vor 25 Jahren erstmals eine Bundesliga-Partie live ausgestrahlt. Für den Bezahlsender ist die Deutsche Bundesliga das Zugpferd. Daher soll verbissen um die Rechte gekämpft werden. Die Konkurrenz schläft jedoch nicht. Die Streaming-Dienste werden bei der Ausschreibung wohl nicht mitmischen.

Es melden sich jedoch Wettbewerber aus der Telekommunikationsbranche und Unternehmen aus Amerika zu Wort, welche in das Bieten einsteigen wollen. Die 612 Bundesliga-Spiele jede Saison sind für die Zuschauer eine große Attraktion. Hier stellt sich die Frage, ob Sky auch 25 Jahre nach der ersten Live-Übertragung (damals noch als Premiere) weitermachen darf.

 

Wie sieht die Konkurrenz um die Fußball Bundesliga aus?

Die bisherigen Rechte laufen noch bis ins Jahr 2017. Der letzte Vertrag wurde für eine Summe von 485,7 Millionen Euro geschlossen. Der Jahresumsatz beträgt gut 1,8 Milliarden Euro. Die Liga hat bereits angekündigt, dass die Rechte bei der nächsten Ausschreibung teurer werden. Sky bekommt somit Druck von zwei Seiten. Die Liga möchte mehr Geld und die Konkurrenz engagiert sich stärker.

Die Deutsche Telekom wird als großer Wettbewerber gehandelt. In England teilt sich Sky die Übertragung bereits mit der British Telecom. In Spanien ist die Telefonica bereits verantwortlich. Zudem hat die Telekom bereits Rechte für Eishockey und Basketball erworben. Mit Fußball könnte das Sportpaket erweitert werden.

Aber auch Discovery könnte in das Bieten einsteigen. 2015 hat das amerikanische Unternehmen die Rechte für Olympia erworben. Eurosport gehört dieser Gruppe an und hat bereits erste Erfahrungen im Pay-TV gesammelt. Das Interesse an der Fußball Bundesliga wurden bereits öffentlich verkündet.

Die Ausschreibung der Rechte hat sich zunächst verschoben. Das Kartellamt hat wegen der aktuellen Lage Bedenken vorgeschoben. Zudem wird von der Liga darauf gepocht, dass das Paket nicht in seiner Gesamtheit zum Verkauf stehen muss. Es könnte also mehrere Käufer geben, was den Spieltag auf unterschiedliche Portale verteilen könnte.

Sky versucht Ruhe auszustrahlen. Carsten Schmidt ist Chef bei Sky und sprach von einem langen Weg vom Interessenten, zum Bieter und Käufer.