Illegale Live-Streams sind für die DFL und Sky geschäftsschädigend. Die Betreiber entsprechender Portale, welche auf die Bilder und den Ton offizieller Übertragungen zurückgreifen, handeln rechtswidrig. Die Halter der Lizenzen warnen inzwischen vermehrt vor der Nutzung entsprechender Angebote.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL ) hat ausdrücklich erklärt, dass die qualitativ hochwertige Berichterstattung für das Fernsehen durch die Piraterie im Web bedroht ist. Aber was haben die Betreiber der entsprechenden Homepages, außer einem Konflikt mit den Rechteinhabern, von ihrem Angebot?

 

So verdienen die illegalen Streamer Geld!

Zwei Varianten sind im Internet verbreitet. Jeweils wird auf fremde Streams zurückgegriffen:

  1. Abo-Modell: Hierbei wird ein vorhandenes Abo zweckentfremdet. Über das Internet wird Fremden Zugang gewährt. Diese zahlen einen Betrag, um die Spiele sehen zu können. Die Summe fällt hierbei natürlich geringer aus, als beispielsweise von Sky gefordert.
  2. Werbefinanzierung: Andere Homepages sind mit Werbung zugepflastert. Durch deren Anzeige und durch Klicks der Besucher findet die Finanzierung statt. Je mehr Personen die Portale aufrufen und die Werbung sehen, desto größer der finanzielle Vorteil.

Sky Deutschland bemängelt hierbei auch die fehlende Aufklärung. Es handelt sich um Cyber-Piraterie und viele Bundesbürger wissen gar nicht, dass sie damit die organisierte Kriminalität unterstützen. Der Schaden für Offizielle (Sender, Rechteinhaber und Vereine) soll sich auf mehrere Millionen Euro jährlich beziffern. Ein Blick über das Meer, nach Großbritannien, bringt weitere Zahlen. Dort wurde bereits 2013 gegen FirstRow1.EU geklagt – mit Erfolg. Hier wurde eine monatliche Gebühr verlangt. Der Schaden wurde von der Premier League errechnet: 12 Millionen Euro.

 

Sky setzt auf Piratenjäger

Illegale Übertragungswege werden von speziell ausgebildeten Mitarbeitern aufgespürt. Dabei wird wie ein herkömmlicher Suchender vorgegangen: Über eine Google Suche gelangen die Angestellten auf illegal betriebene Seiten. Sie sind explizit auf der Suche nach Sky Streams. Auf diesem Weg wird ermittelt, wer das Signal im Web verbreitet. Die DFL ist ebenso in der Überwachung von illegalen Streams aktiv. Hier wird insbesondere gegen professionell agierende Anbieter vorgegangen.