Die Konkurrenz schläft nicht. Auf der CES 2016 in Las Vegas haben andere Elektronikhersteller ihre ersten UHD Blu-ray Player vorgeführt. Sony hatte auf seinem Stand jedoch kein entsprechendes Abspielgerät vorgeführt. Es wurde bekannt, dass die Prioritäten derzeit mehr beim Angebot von Video-on-Demand liegen.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sony freiwillig das Feld räumt. Anfangs sind nur wenig Datenträger für die neuen Player verfügbar. In einem Interview mit dem Technikmagazin Twice wurde offenbart, das bis März 2017 ein Blu-ray Player auf den Markt gebracht werden soll.

 

4K Blu-ray vs. Video-on-Demand

Diese Entscheidung könnte bei Sony im Blickpunkt gestanden haben. Es wird allgemein angenommen, dass der Hersteller sich im Video-on-Demand Geschäft größere Gewinne verspricht, als bei der Ultra HD Blu-ray. Denn beim Datenträger würde der Zwischenhändler ebenfalls Gewinn machen wollen. Bei VoD kann der Direktvertrieb via Ultra Video Service vorgenommen werden.

Dennoch ist ein Abspielgerät für UHD-Blu-ray geplant. Dieses soll bis zum Ende des kommenden Geschäftsjahres im März 2017 erscheinen. Andere Hersteller bringen ihre Produkte schon ein Jahr zuvor in Position. Samsung, Panasonic und Philips haben bereits Geräte angekündigt.

Eine weitere Erklärung für die Zurückhaltung von Sony könnte sein, dass der Markt zunächst beobachtet werden soll. Dies wäre ungewöhnlich für ein Unternehmen, welches bei technischen Neuerungen sonst schnell dabei ist. Alternativ sind Gerüchte im Umlauf, dass eine Überarbeitung der Playstation 4 geplant ist, welche einen 4K Blu-ray Player inklusive 4K Streaming beinhalten soll.

Während neue Titel in 4K bereits angekündigt wurden, kommen auch Klassiker in verbesserter Bildauflösung. Fox hat kürzlich verkündet, dass „Edward mit den Scherenhänden“ als „Mastered in 4K“ erscheinen wird. Der Titel bekommt seine ursprüngliche Auflösung von 1.080 Pixeln somit aufgewertet. Ein Erscheinungsdatum für Deutschland wurde noch nicht ausgegeben.