Nun setzen die Hersteller auf eigene Betriebssysteme für ihre Fernsehgeräte. Aktuell wurden nun auf der CES 2015 die Systeme WebOS, Android-TV und Tizen vorgestellt. Doch was leisten die neuen Systeme?

Smart-TV Betriebssystem: WebOS - Strukturierte Oberfläche mit Launcher Bar

Der Smart-TV Hersteller LG hat auf der diesjährigen CES nun das neue Betriebssystem WebOS 2.0 für seine Fernsehgeräte vorgestellt. Es punktet besonders durch seinen gut strukturierten Aufbau. Auf unübersichtliche Menüs und zu viel Schnickschnack wurde dabei mit Absicht verzichtet. Das Hauptmenü beinhaltet die jeweiligen Apps.

LG: Neues Betriebssystem für Smart TVs: WebOS 2.0 Foto: © "LG"

Diese befinden sich direkt am unteren Bildschirmrand. Der große Vorteil besteht bei diesem Betriebssystem darin, dass der Nutzer nur mit zwei Klicks seine App-Favoriten aufrufen kann. Zudem kann die App-Leiste, als Launcher Bar bezeichnet, auch bei Bedarf mit weiteren Anwendungen erweitert werden. 

Schnelle Reaktionsfähigkeit und großes UltraHD-Angebot

Die Oberfläche punktet außerdem durch ihre schnelle und flüssige Reaktionsfähigkeit. Dank Schnellzugriff können Nutzer die Eingabequellen bei Bedarf wechseln. Ein weiteres Highlight ist die riesengroße Auswahl an UltraHD-Inhalten, die durch eine Kooperation mit Netflix und Amazon ermöglicht wurden. Alles in allem handelt es sich bei WebOS um ein fortschrittliches Smart-TV-Betriebssystem, welches besonders durch seine unkomplizierte Handhabung punktet.
 

Smart-TV Betriebssystem: Android-TV - Inklusive Sprachsteuerung

Android TV Foto: © "Screenshot http://developer.android.com"

Betrieben werden kann es sowohl auf Fernsehgeräten als auch auf Set-Top-Boxen. Auf dem Hauptmenü von Android-TV befinden sich alle häufig genutzten Apps und Inhalte. Dabei ist die Oberfläche halb transparent, so dass das Fernsehprogramm ganz normal im Hintergrund weiterläuft. Bedient werden kann Android TV ganz klassisch über das Fernsehgerät aber auch über eine Smartwatch und übers Smartphone, in Form von Sprachbefehlen oder Tippen.

ChromeCast-Anbindung

Eine Anbindung an ChromeCast ist ebenfalls möglich. So können Inhalte vom Smartphone auf das Fernsehgerät übertragen werden. Das soll nun auch möglich sein, wenn ChromeCast nicht ins heimische WLAN-Netzwerk integriert wurde. Die Weiterleitung wird dann vermutlich über das Mobilfunknetz erfolgen. Benötigt wird dann nur noch eine gemeinsame PIN. Alles in allem ist Android-TV ein sehr innovatives Betriebssystem mit viel Potential.
 

Smart-TV-Betriebssystem: Tizen - Leichte und flüssige Bedienung

Samsung-Fernsehgeräte ab Baujahr 2015 sollen mit dem neuen Betriebssystem Tizen ausgestattet werden. Bei Tizen handelt es sich um ein offenes Betriebssystem , dass bislang überwiegend bei Smartwatches zum Einsatz kam. Nun soll es auch den Fernsehmarkt erobern. Ziel dieser Einführung soll sein, dass das System besser integrierbar und intelligenter werden soll.

Samsung Smart TV Plattform Foto: © "Samsung"

Auch die Vernetzungsmöglichkeiten sollen so deutlich umfangreicher und einfacher sein. Ähnlich wie bei den bereits vorgestellten Betriebssystemen, soll auch die Tizen-Oberfläche deutlich leichter und flüssiger zu bedienen sein. In nur wenigen Bedienschritten sollen alle wichtigen Funktionen zu erreichen sein. Auf dem Hauptmenü befinden sich Empfehlungen und die zuletzt genutzten Anwendungen des Nutzers.

Quick Connect

Interessant ist auch die Quick-Connect-Funktion über die via Knopfdruck Inhalte vom Samsung-Smartphone auf das Fernsehgerät übertragen werden können. Ermöglicht wird dies via Bluetooth Low Energy Technologie. Auch die umgekehrte Übertragung vom TV-Gerät aufs Smartphone ist so möglich. Weitere Highlights sind ein großes Angebot an Spielen und Samsung Sports Live, wodurch aktuelle Sportstände und Sportereignisse auf dem Bildschirm angezeigt werden. Auch auf UHD-Inhalte können Nutzer zugreifen, die von Comcast, Amazon und DIRECTTV sowie M-GO angeboten werden. Mit "Briefing on TV" sollen Nutzer direkt über alle täglichen Highlights in Form von Terminkalender und Wetterbericht informiert werden, die über die Smartphone-Anbindung übermittelt werden.