Auf dem Time Square in New York hat Hisense seine Pressekonferenz abgehalten und damit durchaus Aufmerksamkeit erzielt. Denn die zwei neuen Modelle mit 55 und 65 Zoll brauchen sich anscheinend nicht vor der namhaften Konkurrenz zu verstecken. Die ULED-TVs sind mit HDR, 4K und Quantum Dot ausgestattet.

Der Clou und wohl der auffälligste Unterschied zu Modellen von Sony, Panasonic und Samsung, die sich mit qualitativ vergleichbaren Geräten beschäftigen, ist der Preis. Auf dem amerikanischen Markt sollen die Fernseher im High-End Bereich beginnend bei 1.299 US-Dollar verkauft werden!

 

Was haben die neuen ULED-TVs von Hisense zu bieten?

Zunächst einmal ist der Begriff ULED vielen nicht vertraut. Wo OLED-Displays in Smartphones und Fernsehern verbaut werden, setzt die ULED-Technik auf LCD. Es wird also, wie auch bei LED-Geräten, die LCD-Technik genutzt. Dabei handelt es sich um ein Panel, welches mit LEDs durchleuchtet wird, um ein Bild zu erzeugen. ULED erweitert die Technologie, um den Begriff Ultra, welches für eine nch bessere Qualität stehen soll.

Beide Hisense Geräte weisen ein gebogenes (curved) Display auf. Die hier verwendete ULED-Technik, welche auf Quantum Dots setzt, ist prinzipiell von Sony und Samsung bekannt. Besonders hervorzuheben ist, dass Hisense sich auch um einen verbesserten Sound bemüht. Durch die Zusammenarbeit mit dbx-tv werden Lautsprecher im High-Performance Sektor hergestellt.

HDMI 2.0 (mit HDCP 2.2), HEVC, USB Ports 3.0 und der VP9 Codec sind bei den Modellen 65H10 und 55H9 enthalten. 3D-Inhalte können wiedergegeben werden. Ein 8-Kern-Prozessor, Dualband WiFi und ein verbauter 4K-Mediaplayer runden das Gesamtpaket ab.

 

Verkaufsdatum und Vergleichspreise

Das Spitzengerät von Samsung in diesem Bereich, der UE65JS9590 wird für 4.880 Euro verkauft. Hisense betreibt offensiven Preiskampf. Der 65H10 wird für 2.999 US-Dollar, umgerechnet ungefähr 2.650 Euro, auf den Markt kommen. Das 55-Zoll Gerät wird nur 1.299 US-Dollar oder 1.150 Euro kosten.

In den USA startet der Verkauf über Amazon. Die Produktion, welche über die Übernahme der Sharp Sparte erfolgen kann, muss erst großflächig anlaufen. Dies wird wohl noch bis ins nächste Jahr dauern. Der Verkauf in Amerika startet am 31. Oktober. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass die Modelle ihren Weg nach Europa und auch nach Deutschland finden. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es jedoch nicht.