Samsung Gear VR

Nachdem Google mit Cardboard den ersten Versuch mit Virtual Reality und Smartphones gestartet hatte, hat auch Samsung sich daran gemacht ein VR Headset zu entwickeln.

Das hat Samsung jedoch nicht alleine gemacht, sondern mit Unterstützung von Oculus. Oculus ist der Pionier der modernen Virtual Reality Headsets und bringt dieses Jahr sein eigenes Modell heraus, die Oculus Rift. Der Unterschied der beiden ist, dass Gear VRnur“ ein Samsung „Flagship“ Smartphone benötigt, die Oculus Rift benötigt einen sehr schnellen Spiele PC, der neu circa 1000 € kosteten würde.

Samsung Galaxy S7 edge Foto: © "Samsung"

Beim Gear VR kommt zum Beispiel das Galaxy S6 oder S7 zum Einsatz. Dabei wird das Display des Smartphones zur Darstellung benutzt. Auch die CPU und GPU des Smartphones wird verwendet. Zur Steuerung ist jedoch ein Touchpad an der Schläfenseite angebracht, außerdem gibt es einen Zurückknopf und einen Lautstärkeregler. Im Gegensatz zum Google Cardboard verlässt sich die Gear VR Brille nicht auf die internen Smartphone Sensoren

Samsung Gear VR Rink Foto: © "Samsung"

Es kommen besser kalibrierte Sensoren (Accelerometer, Gyroskop, Hall-Sensor, Näherungssensor) mit geringerer Latenz zum Einsatz. Das ganze ergibt eine relativ große und „schwere“ (310 g) Brille, die so jedoch auch gut Licht von außen abschirmt. Die Brille hat ein Sichtfeld von 96° und das Display läuft mit 60 Hertz (Oculus Rift >110°; 90 Hz).

Der Herausforderer: LG 360 VR

LGs Ansatz bezieht auch das Top-Smartphonemodell LGs ein, das LG G5. Im Gegensatz zum Gear VR wird aber nur die Rechenpower, nicht das Display des LG G5s benötigt. Die LG 360 VR besitzt ein eingebautes Display. Im Gegensatz zu anderen VR Brillen ist die LG 360 VR sehr schmal gestaltet. Dadurch ist sie sehr leicht (118 g) und nicht so auffällig. Jedoch gibt

LG 360 VR Foto: © "LG"

es einen großen Nachteil dieser Bauart: Es kann Licht von außen eindringen. Das hört sich vielleicht nicht so schlimm an, jedoch kann es die Immersion zerstören, man merkt, dass man nicht wirklich in der virtuellen Welt ist. Außerdem besitzt die 360 VR ein normales Brillengestell, andere setzen hier auf fest sitzende Gummibänder. So muss man bei schnellen Blickwechseln aufpassen nicht die Brille zu verlieren.

LG G5 Foto: © "LG"

Aber LG wirbt, dass die LG 360 VR einen 130 Zoll Fernseher, von zwei Metern Entfernung gesehen, imitiert. So scheint es die 360 VR soll vielleicht mehr als Fernsehbrille dienen. Wobei auch beim fernseh schauen Licht stören würde.

Zusätzlich zu der Virtual Reality Brille LG 360 VR gibt es auch eine 360° Kamera, die LG 360 Cam, mit der passende Bilder gefilmt werden können.

LG 360 CAM Foto: © "LG"