Streaming ist beliebt und dazu noch günstig. Aber der Preis könnte noch weiter reduziert werden, wenn die Zugangsdaten zum Portal über mehrere Haushalte verteilt genutzt werden. Dies ist jedoch nicht unproblematisch und wird von diversen Anbietern über die AGBs sogar ausgeschlossen. Aber auch privat hat es Nachteile die Nutzerdaten herauszugeben.

Welche Portale die Weitergabe des Accounts, wenn auch nur zeitweise, verbieten und warum sonst darauf verzichtet werden sollte, werden nachfolgend dargestellt.

 

Darum sollte Streaming auf den eigenen Haushalt beschränkt bleiben!

Das Streaming-Vergnügen zu teilen, ist gar kein Problem. Allerdings müssen Freunde und Verwandte dafür in den Abo-Haushalt kommen. Ein gemeinsames Betrachten kann niemand verbieten. Wenn ein Abo bei Watchever, Amazon oder Netflix abgeschlossen wurde, können diverse Titel auf unterschiedlichen Endgeräten geschaut werden. Das Teilen in fremde Haushalte ist aber nicht zwingend erlaubt.

Von der technischen Seite ist es tatsächlich möglich, dass Streaming über mehrere Häuser und sogar über größere Entfernung aufzuteilen. Nachfolgend die Streaming-Dienste in der Übersicht:

  • Netflix: Bereits für 7,99 Euro kann ein Abo abgeschlossen werden. Der Standard ist jedoch für 9,99 Euro erhältlich. Es kann eine beliebige Anzahl an Geräten verwendet werden. Mehr als zwei Streams zeitgleich sind jedoch nicht erlaubt. Hier wird Kulanz groß geschrieben. Denn bei Netflix heißt es lediglich, dass der Kunde seine Zugangsdaten nicht mit Dritten teilen sollte.
  • Amazon: Auch bei Prime Instant Video kann für 7,99 Euro ein Abo geschlossen werden. Nur der Kontoinhaber darf den Dienst nutzen. Dies gilt aber auch für die Verwendung außerhalb des eigenen Haushaltes. Das Passwort darf jedoch nicht weitergegeben werden.
  • Sky Online: Im Monatsabo zahlt der Kunde 9,99 Euro. Die Weitergabe von Daten an Dritte ist prinzipiell nicht gestattet. Aber im eigenen Haushalt dürfen volljährige Nutzer das Angebot ebenfalls wahrnehmen. Sky Go darf hingegen lediglich der Abonnent nutzen.
  • Watchever: Ein preiswertes Abo ist bereits für 8,99 Euro im Monat erhältlich. Hierbei können drei Streams gleichzeitig laufen, wobei die nutzbaren Geräte auf fünf beschränkt werden. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen wurde vermerkt, dass der Zugriff nur im eigenen Haushalt erlaubt ist. Die Weitergabe von Daten an Dritte ist somit verboten.
  • Maxdome: Der in Deutschland beliebte Dienst kann ebenfalls für 7,99 Euro gebucht werden. Eine Weitergabe von Daten an andere Haushalte wird in den AGBs ausdrücklich ausgeschlossen.

Da sich die Nutzungsbedingungen und AGBs mit der Zeit auch ändern können, ist vorab immer in den entsprechenden Dokumenten nachzuschlagen. Aber es sprechen auch weitere Aspekte gegen das Passwort-Teilen.

Wer seine Zugangsdaten an Dritte, wenn auch Bekannte, weitergibt, der macht sich angreifbar. Bei Amazon ist das Video-Konto mit dem Versandhandel verknüpft. Über das Passwort könnte so auch ein Einkauf getätigt werden. Auch die Empfehlungs-Funktion, wo Serien und Filme vom Portal vorgeschlagen werden, verliert seinen Sinn sollten mehrere Haushalte das gleiche Abo nutzen.

Zudem ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Nutzung in verschiedenen Haushalten, um Kontingente bestmöglich auszunutzen, den Preis schlussendlich in die Höhe treiben wird. Denn auf diesem Weg können die Streaming-Anbieter nicht sinnvoll kalkulieren und werden sich die gewünschten Finanzen über eine Erhöhung des Abo-Preises wieder reinholen.