Zur Mittagszeit oder auch beim Abendprogramm schlafen viele Zuschauer bei einer Fernsehsendung ein. Der TV sorgt für Entspannung, die Last des Tages scheint vom Körper abzufallen. Sogleich fallen die Augen zu. Hier stellt sich die Frage, ob es schädlich ist vor dem Fernseher einzuschlafen.

Die Gesundheit steht im Fokus. Dies wirft zudem die Frage auf, ob es ratsam ist, einen Fernseher für das Schlafzimmer anzuschaffen. Aber ist wirklich mit Schlafstörungen oder weiteren Beeinträchtigungen der Gesundheit zu rechnen?

 

Wie beliebt ist der Fernseher im Schlafzimmer?

Immonet.de hat diese Frage bereits gestellt und sie wurde beantwortet. 52 Prozent der Deutschen lehnen einen Fernseher im Ruheraum ab. Die Gesundheit wird mehrheitlich als Grund angeführt. Tatsächlich ist dieser Fakt nicht gänzlich von der Hand zu weisen, kann aber abgewandt werden.

Fernseher setzen häufig auf eine LED-Technik . Die Universität Basel hat erwiesen, dass dieses Blaulicht das Schlafhormon Melatonin zurückdrängt. Hier wurde ein Versuch vor Computermonitoren durchgeführt. Zunächst arbeiteten die Probanden für vier Stunden bis Mitternacht vor einem LED-Gerät und am Folgetag vor einem Röhrenmodell. Der Anstieg des Melatonins war um eine Stunde verschoben.

Der Schlaf war jedoch in beiden Fällen gleichermaßen erholsam. Es wird jedoch darauf verwiesen, dass dieser Test mit „Gutschläfern“ durchgeführt wurde. Wer ohnehin an Schlafstörungen leidet, der könnte seinen Rhythmus dadurch negativ beeinträchtigen.

 

Fernseher im Schlafzimmer: Ja oder Nein?

Diese Frage muss jeder für sich beantworten. Es wurde kein schlechterer Schlaf, aber eine verringerte Müdigkeit durch die Bestrahlung mit LED-Licht nachgewiesen. Wer beim TV-Schauen einschlafen kann, der verträgt auch den Fernseher im Schlafzimmer.

Weitere Faktoren wurden außer Acht gelassen. Beispielsweise werden viele Personen vielleicht zwei Stunden fernschauen, um anschließend noch ein Buch zu lesen und anschließend zu schlafen. Hier wäre der verspätete Anstieg des Melatonins wenig dramatisch, weil dies in der Lesephase aufholen könnte.