Diese Technologie hat sich als zuverlässig, und vor allem im direkten Vergleich als eine kostengünstige Alternative mit viel Entwicklungspotential erwiesen. Doch auch bei ihr gibt es kleine, aber feine Unterschiede die beim Kauf eines Fernseher mit 3D-Funktion unbedingt beachtet werden sollten. Denn nur so kann ein einwandfreies und optimales 3D-Bild wirklich garantiert werden und damit ein möglichst guter Filmgenuss in der dritten Dimension.

Was zählt ist Leistung

Die alten Fernseher mit 60 Hertz oder 70 Hertz maximaler Leistung sind nicht in der Lage die Shutter-Technologie effektiv darzustellen. Die Hersteller bieten derzeit Geräte mit hoher Leistung an. Üblich sind Bandbreiten zwischen 120 Hertz und 160 Hertz. Je höher die Leistung, umso besser wird das Ergebnis sein. Da die Technik jeweils nur ein Auge mit Bildern beliefert muss die Leistung noch einmal geteilt werden, um einen wirklichen Wert zu erhalten. Bei 160 Hertz wären das 80 Hertz pro Auge, was einen optimalen Wert darstellt. 60 Herz pro Auge sind zwar ausreichend, werden sich allerdings in der Bildqualität deutlich und negativ bemerkbar machen. Ein verwischtes Bild bei schnellen Szenen, Reflektionen und eine schlechte Bildqualität sind häufige Folgen einer zu niedrigen Leistung. Um eine gute Bildqualität bei 3D-Wiedergaben zu erhalten, sollte beim Fernseherkauf ein TV‐Gerät mit hoher Bildwiederholfrequenz ausgewählt werden.

"Eine hohe Bildwiederholungsfrequenz ist bei Wiedergabe von 3D extrem wichtig! Das TV-Gerät sollte mindestens 100 Hz darstellen können."

Fernseher wie der 40-Zoll Samsung UE40F8090SL unterstützen 3D-Wiedergabe mit der 3D-Shutter-Technologie. Um eine grandiose Bildqualität sowohl für 2D, als auch für 3D-Wiedergaben bieten zu können, hat der Fernseher eine Bildwiederholfrequenz von 1000 Hz CMR.

Samsung-UE40F8090SL 3D LED-Backlight-Fernseher Foto: © "Samsung"

Der richtige Bildschirm

Es ist durchaus möglich die 3D-Technologie auf einem Röhrenfernseher gut umzusetzen, allerdings werden aufgrund ihrer höheren Leistung LED Fernseher eindeutig als die bessere Wahl empfohlen. Die TFT-Modelle sind zwar kompatibel, erbringen aber aufgrund ihrer anspruchsvollen Technik nur in seltenen Fällen die notwendige Leistung und können kein reibungsloses und störungsfreies Bild vermitteln. Auch können TFT-Monitore die neue DLP-Technologie nur mangelhaft oder gar nicht zeigen, wohingegen LED-Fernseher und Röhrenfernseher problemlos dazu in der Lage sind. Ein LED-Fernseher ist also derzeit der beste Standard für ein 3D-Heimkino.

Die richtige Brille

Samsung SSG-5100GB/XC 3D-Active-Shutter-Brille Foto: © "Samsung"

Moderne Brillen sind bei weitem nicht mehr so klobig und schwer wie die früheren Modelle. Auch sind Kabelverbindungen zum Fernseher nicht mehr notwendig und moderne Brillen kommen teilweise schon auf ein Gewicht von unter 20 Gramm. Als mögliche Synchronisationsverbindung zum Fernseher stehen Bluetooth und Infrarot zur Verfügung,

wobei sich die Bluetooth-Technik aufgrund ihrer besseren Reichweite und der besseren Signalstärke als zuverlässiger erwiesen hat. Die Infrarot-Technik arbeitet zwar ebenfalls störungsfrei und zuverlässig, benötigt aber immer einen möglichst direkten Kontakt zwischen Sender und Empfänger und ist bei weitem nicht so flexibel.

Die neue DLP-Technologie

Bei der neuen DLP-Technologie wird ein Weißblitz zwischen den Bildern gesendet, den der Empfänger vor dem Fernseher nicht wahrnimmt. Dieser "DLP-Link" benötigt eine besondere und kompatible Brille und kommt derzeit fast ausschließlich bei Projektoren zum Einsatz. Für Fernseher ist diese Technik noch nicht auf einem ausgereiften Standard verfügbar, da die bisherigen Geräte diese Leistung schlicht noch nicht erbringen können und häufig Geisterbilder erzeugen. Für künftige Geräte sind sich Experten darüber einig, dass sich die DLP-Technologie mit ein paar Veränderungen als Standard durchsetzen wird. Schon jetzt liefert sie überzeugende und vor allem hochwertige Ergebnisse und ist eindeutig besser als bisherige Techniken.

Vor- und Nachteile der Shutter-Technik

Hohe Auflösung: Bei der Shutter-Technologie bleibt die Auflösung - Full HD wird somit mit 1.920 x 1.080 Pixel dargestellt. Bildfehler: Es können Bildfehler durch Doppelkonturen (auch Crosstalk, Ghosting oder Geisterbilder genannt) enstehen. Durch eine asynchrone Darstellung zwischen dem Fernseher-Displays und der Shutterbrille wird kurze Zeit das falsche Bild für das jeweilige Auge dargestellt.
Großer Blickwinkel: Shutter 3D-Brillen bieten einen perfekten Filmgenuss aus verschiedenen Blickwinkeln. 3D-Brille: Durch die Brille geht Bild-Helligkeit verloren. Zudem benötigen Shutterbrillen Batterien und sind somit teurer und schwerer.

Polfilter 3D-Technik

Eine andere häufig eingesetzte 3D-Technik ist die Polfilter Technik. Die Polfilter 3D-Brille beruht auf der Polarisation des Lichts und macht diese für den 3D-Fernsehgenuss zunutze. Hierbei wird jeweils nur das passende polarisierte Licht durchgelassen, so dass das rechte und linke Auge jeweils ein anderes Bild erhält. Mehr zu den Polfilter 3D‐Brillen hier.